Pfad
Home > Aktuell > Menschen im Hotel in der Vaganten-Bühne

Menschen im Hotel in der Vaganten-Bühne

Menschen Im Hotel, Ensemble

César Ritz (1850-1918) hatte als Gründer der nach ihm benannten Luxushotelkette Weltruhm erlangt. Er war auch der erste und sehr erfolgreiche Manager des „The Savoy“ in London. Hier entstand auch der Mythos, der den Namen „The Savoy“ bis heute umgibt. Berühmte Gäste prägten sogar eine ganze Ära. War es zuerst der plüschige Edwardian Style, so hat sich bis heute der Art-Déco-Stil als Merkmal der Luxusausstattung erhalten, die weltweit alle Savoy Hotels mit einer Aura umgibt.

Auch in Berlin gibt es ein Hotel Savoy, das in der Fasanenstraße in der City West in Charlottenburg etwas aus dem Blick geraten war. Nur wenige Gehminuten vom Kurfürstendamm entfernt, hat es viele Prominente angelockt. Maria Callas, Romy Schneider, Greta Garbo, Helmut Newton, Heinrich Böll, Henry Miller oder Thomas Mann waren hier Stammgäste.

Das 1929 von dem Architekten Heinrich Straumer erbaute Savoy Hotel Berlin wurde seit 2005 in den Originalzustand zurückversetzt. Die klassizistischen Räumlichkeiten des Restaurants Weinrot sind neu gestaltet. Das Flair kam mit typischen Details aus den 30er Jahren zurück: goldene Samtbänke und Sessel, feine Stuckapplikationen, die strahlenden original erhaltenen Kristallleuchter. Säulen kombiniert mit zeitgenössischer Kunst an den Wänden schaffen fast zeitloses Design, das Schriftsteller und Schauspieler auch heute noch überzeugt.

Das Savoy Hotel Berlin wird nun zur Kulisse und zum Motiv eines besonderen Theaterereignisses der Charlottenburger Vagantenbühne.

„Wer ein Hotel betritt, weiß nicht, wer er sein wird, wenn er es wieder verlässt.“

Vicki Baums absoluter Bestsellerroman „Menschen im Hotel“ wurde mehrfach verfilmt. Fast hundert Jahre später begegnen wir den Personen des Romans in einem Berliner Grand Hotel wieder. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, aber eins verbindet sie: Alle stecken in einer existenziellen Krise. Mit ihrer Hysterie sorgt die berühmte, gealterte Balletttänzerin Grusinskaja für Aufruhr unter den Bediensteten des Hotels. Der verarmte Baron von Gaigern hält sich mit Trickbetrügereien über Wasser und der todkranke Buchhalter Kringelein verprasst seine letzten Ersparnisse, um noch einmal das Leben zu spüren. Dabei trifft er in dem Hotel auf seinen Chef Preysing und dessen Sekretärin „Flämmchen“.

Das Ensemble der Vagantenbühne läßt die Romanfiguren lebendig werden. In einer Tour, die von der Vaganten Bühne ins Hotel Savoy führt, werden die Zuschauer zu Komplizen, Gesprächspartnern, heimlichen Beobachtern und Geschäftskollegen der Figuren, während sich um sie herum der Betrieb des Hotels weiterdreht: Gäste kommen an, Gäste reisen ab, Leben stehen an Wendepunkten, Menschen stecken in Krisen, „die Hoteltür dreht sich, schwingt, schwingt, schwingt…“.
Nach dem Beginn in der Vaganten Bühne wird das Savoy Hotel Berlin zum Schauplatz des Geschehens. Die Zuschauer werden in vier Gruppen durch das Hotel geleitet und erleben die Spielszenen des Theaterstücks an den unterschiedlichsten Orten im Hotel.

Hinter jeder Tür erwartet das Publikum eine andere Person mit einer weiteren Geschichte in einer neuen Szenerie. So werden einzelne Zimmer und Suiten, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind, für die Schauspieler und das Spielgeschehen zu einer Bühne, wie sie authentischer nicht sein könnte.

Auf dem Weg zu den einzelnen Spielorten wird den Zuschauern die Geschichte über Kopfhörer weitererzählt. Durch das Zusammenspiel von Schauspiel, authentischer Umgebung und spannendem Geschehen erlebt das Publikum ein einmaliges Theaterereignis.


jeweils sonntags, 1.12. | 8.12. | 15.12. | 22.12. 2019, 18 Uhr
Do, 26.12. bis So, 29.12.2019, jeweils 18 Uhr
Menschen im Hotel
Theaterprojekt der Vaganten Bühne in Kooperation mit dem Savoy Hotel Berlin

Tickets: ab 41,80 € + Gebühren

Vaganten Bühne | Kantstraße 12a | 10623 Berlin | www.vaganten.de

 
Top
Dieses Medium ist öffentlich! Inhalte werden im Internet wiederauffindbar archiviert. Cookies werden nur aus technischen Gründen verwendet, um Zugriffs-Statistiken zu messen und um Cloud-Dienste zugänglich zu machen. Mehr Informationen siehe Datenschutz- und ePrivacy-Hinweise.
✖   (Hinweis schließen)